Abgeschlossene Projekte
3i — Professionelle Bildungsgangarbeit
Der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung nimmt an dem Projekt 3i Professionelle Bildungsgangarbeit zur individuellen Förderung, inklusiven Bildungsarbeit und sozialen Integration teil. Das Projekt wird von Prof. Dr. Kremer und seinen Mitarbeitern der Uni Paderborn begleitet und betreut. Im Oktober 2016 fand die Auftaktveranstaltung zu den Themen Kollegiale Qualifizierung/Kollegialer Austausch und Didaktik in der Ausbildungsvorbereitung in Paderborn statt.
Im November 2016 nehmen die Vertreterinnen des Berufskollegs Ostvest an der Tagung Berufs- und Ausbildungsvorbereitung im Fokus. Herausforderungen – Bezugspunkte – Gestaltung teil. Neben diversen Fachvorträgen zur Thematik werden wir im Rahmen der Tagung auch die Möglichkeit haben, uns auf dem sogenannten ‚Markt der Möglichkeiten‘ zu informieren und uns mit anderen Berufskollegs, die an ähnlichen Projektideen arbeiten, auszutauschen. So stellen in diesem Format u. a. die Akteure des vorangegangenen 3i-Durchgangs ihre Projektarbeiten vor.

Berufswahl-SIEGEL
Das Berufswahl-SIEGEL erhalten Schulen mit einer ausgezeichneten Berufs- und Studienorientierung. Nach einem aufwändigen Bewerbungs- und Prüfprozess hat unser Bildungsgang Höhere Handelsschule das Siegel für die Zeit von 2015 bis 2018 erhalten.
Berufsorientierung am Berufskolleg sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Und natürlich haben einige Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule am BK Ostvest einen exakten Plan für das Berufsleben nach der Schule. Ein großer Teil der Schülerschaft der Höheren Handelsschule hat jedoch keine so ganz genaue Vorstellung, wie es weitergehen soll, wenn er die Fachhochschulreife in der Tasche hat. Eben diese Schüler hat man nun am BK in Datteln besonders im Blick und dafür ist die Schule ausgezeichnet worden.
Die Schulen werden bei der systematischen Verbesserung ihrer Berufs- und Studienorientierung begleitet und erhalten ein Siegel, das sie auszeichnet. Seit dem 10. Juni 2015 darf nun auch das BK Ostvest für seine Höhere Handelsschule das Berufswahl-SIEGEL tragen und somit ausweisen, dass hier ein wesentlicher Beitrag geleistet wird, um Schülerinnen und Schüler gezielt auf ihren individuellen Start in Ausbildung oder Studium vorzubereiten. Für den aufwändigen Bewerbungsprozess hatte sich das BK Ostvest gut vorbereitet und die Voraussetzungen geschaffen, sämtliche Bewertungskriterien zu erfüllen. Diese lehnen sich an europäisch anerkannte Standards im Qualitätsmanagement an, sind aber auch den regionalen Gegebenheiten angepasst.
So wurde in der Höheren Handelsschule ein eigenes Fach eingerichtet, in dem sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer beruflichen Zukunft beschäftigen. Zentraler Bestandteil ist eine Arbeitsmappe, welche die jungen Erwachsenen über das Schuljahr begleitet und mit deren Hilfe es besser möglich ist, den eigenen Werdegang zu planen und Meilensteine in diesem Prozess zu setzen. Dieses neue Fach mit dem Namen BEO (Berufsorientierung) bietet auch Platz für außerschulische Projekte wie zum Beispiel die Veranstaltung Erfahrung trifft Neugier, bei der Azubis von ihren Ausbildungsstellen berichten, oder ein Bewerbungstraining der Bundesknappschaft, unserem Kooperationspartner. Wenn Sie Fragen zum Siegel, zur Berufsorientierung in der Höheren Handelsschule oder die regelmäßig im November statt findende Veranstaltung “Erfahrung trifft Neugier” haben, stehen Ihnen Christiane Himmelsbach und Anne Marie Schulz gerne zur Verfügung.



Gütesiegel Individuelle Förderung
Mit dem Gütesiegel Individuelle Förderung wurden bis zum Jahr 2011 vom Land Nordrhein-Westfalen Schulen ausgezeichnet, die Initiativen zur Verbesserung der Individuellen Förderung an ihrer Schule ergriffen, Konzepte entwickelt, erprobt und ausgewertet haben und damit zur Schul- und Unterrichtsentwicklung beitrugen. Das Berufskolleg Ostvest hat dieses Siegel aufgrund verschiedener Maßnahmen erhalten. Unter anderem war auch die Teilnahme an den Modellversuchen Mosel und MOKO ausschlaggebend.

InBig
Das Projekt InBig (Individuelle Kompetenzentwicklungswege: Bildungsgangarbeit in einer dualisierten Ausbildungsvorbereitung) wurde durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Im Zeitraum vom 1. März 2012 bis zum 31. Dezember 2014 wurde es in Kooperation zwischen Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW (MSW) und dem Centre for Vocational Education and Training (cevet) der Universität Paderborn an 14 Berufskollegs in NRW durchgeführt. Das BK Ostvest übernahm die Rolle eines Diskurs-Berufskollegs.
Unsere Aufgabe lag in der Unterstützung des Pilotberufskollegs in den Bereichen Diagnose von Basiskompetenzen, Entwicklung individueller Förderpläne und Entwicklung von Lernmaterialien unterschiedlicher Niveaustufen. Hier finden Sie den Abschlussbericht des Modellversuchs InBig. Nähere Informationen bietet die Website der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur — Landesinstitut für Schule.

Inlab
InLaB steht für “Individuelle Förderung und selbstgesteuerte Kompetenzentwicklung für multikulturelle Lebens- und Arbeitswelten in der berufsschulischen Grundbildung”. In Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn wurde im Berufsgrundschuljahr für Wirtschaft und Verwaltung (heute: Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung) Bildungsarbeit mit der Zielsetzung geleistet, Jugendlichen Instrumente zur individuellen Förderung und selbstgesteuerten Kompetenzentwicklung an die Hand zu geben. (Quelle: Qualitäts- und UnterstützungsAgentur — Landesinstitut für Schule).

komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben
1. Beschreibung
„Komm Mit! – Fördern statt Sitzenbleiben” geht auf die Initiative des Ministeriums für Schule und Weiterbildung zurück. Das Projekt läuft bereits seit 2006 an den Gymnasien, Real- und Gesamtschulen in NRW und hat das Ziel, die Sitzenbleiberquote deutlich zu senken. Für das Schuljahr 2011/12 wurde das Projekt auch auf Berufskollegs — speziell auf die zweijährigen Berufsfachschulen — ausgedehnt. 50 Berufskollegs nehmen an diesem Projekt teil. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Uni Koblenz-Landau. Pro Schuljahr werden online-die Daten der durchgeführten Maßnahmen erfasst und wir erhalten eine Rückmeldung mit Auswertung aller eingegangenen Daten.
2. Ziel des Projekts
Geplante und koordinierte, auch klassenübergreifende Aktivität, die das ausdrückliche Ziel verfolgt, die Lern- und Entscheidungskompetenz zu stärken, um eine erfolglose Beschulung (Nicht-Erreichung des Klassenziels) zu vermeiden.
3. Klassifikationsbereiche
Lehren und Lernen im regulären Unterricht
Unterrichtsadditive, zusätzliche Fördermaßnahmen
Fokussierung auf überfachliche Kompetenzen
Diagnose und Beratung
Einbezug Dritter bei Förder- und Unterstützungsmaßnahmen
Maßnahmen für spezielle, ausgewählte Zielgruppen
Gesamtkonzept am BK Ostvest
- Stärkung der Fachkompetenz -
Förderkurs Deutsch
Eingangsdiagnostik mithilfe eines Tests am PC ca. 90 min
Auswertung über das „Institut gutschrift”=> individueller Förderplan für jede/n Schüler/in
Förderkurs Englisch
Freiwillige Teilnahme möglich
Nach Diagnose Fachlehrer verpflichtend
Selbstlernzentrum
Teilung der Klasse im Fach Informationswirtschaft
Schülerinnen und Schüler arbeiten unter Aufsicht an Aufgaben aus einem Aufgabenpool der Fächer Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Deutsch/Kommunikation, Mathematik, Englisch
Ergebnisse werden von den Fachlehrkräften korrigiert und fließen in den Notenkompass ein
- Motivation durch Zielsetzung -
Konzept der Berufsorientierung (Individualisierte Bewerbungstrainings)
→ berufliche Ziele finden und erreichen
Differenzierungskurs „Berufsorientierung” in den Unterstufen
Besuch von Ausbildungsplatzbörsen
Projekttag „Bewerbung”
Simulation von Vorstellungsgesprächen und Training mit Externen
Notenkompass
→ Zielsetzung im Leistungsbereich
Formular in Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Deutsch/Kommunikation und Mathematik, um die erbrachten sonstigen Leistungen zu sammeln und Punkte einzutragen
Beratungs-Konzept
→ Ziele im persönlichen Bereich mit Strategie und Feedback
Individuelle Quartals-Beratungsgespräche mit Klassenlehrer (evtl. Sozialpädagogen)
- Stärkung der Sozialkompetenz -
Stärkenkurse im Differenzierungsbereich
Jeweils für ein Halbjahr wählbare Kurse, z. B. Fit for Life, Italienisch, Filmprojekt, Roboterbau, Präsentationstechnik usw.
Individuelle Praktikumsbetreuung
zeitlich genau geplanter Ablauf
individuelle Betreuung durch FL und Feedback
Einführungstag am BK Ostvest
Klassenlehrer/innen begleiten den Einführungstag
Einführungstag basiert auf dem Kommunikationstraining nach Klippert
Wenn Sie Fragen zum komm mit!-Projekt haben, steht Ihnen Christiane Himmelsbach gerne zur Verfügung.
Leonardo da Vinci
Internship network: a path to intercultural and vocational competences (INPath) ist eine von der EU-Kommission geförderte, multinationale Partnerschaft, die auf die Förderung der internationalen Aspekte in der Berufsausbildung zielt und den Beschäftigungsfähigkeit von Berufsschülern steigern soll. TeamZiel des Projektes INPath ist es, die Mobilität von Schülerinnen und Schülern zu erhöhen. Im Rahmen des Projektes werden die Schulen mit den Partnerunternehmen in der Region eng zusammenarbeiten. Die Unternehmen, die bereit sind, einen Praktikumsplatz anzubieten, stellen ihr Unternehmen vor sowie ihre Anforderungen an die zukünftigen Praktikanten.
Die Motivation für dieses Projekt entstand aus der Idee, dass in einem wachsenden Europa junge Menschen ihren Platz in der Arbeits- und Berufswelt finden müssen, dass sie aus ihrem gegebenen Umfeld heraus neue Chancen für sich erkennen und nutzen sollen.
Als Schulen sind wir stets bemüht, unsere Schüler auf Situationen aus der Arbeitswelt, die sie nach ihrem Abschluss vorfinden werden, vorzubereiten. Gerade vor dem Hintergrund einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die insbesondere auch auf die nationalen und internationalen Arbeitsmärkte Auswirkungen hat, wird es für die Schüler immer schwieriger, nach ihrem Schulabschluss eine adäquate Stelle zu finden. Daher wird es für die Schüler zunehmend wichtiger, auch zu wissen, welche Anforderungen von den Unternehmen bzw. späteren Arbeitgebern an sie gestellt werden und welchen Erwartungen sie entsprechen sollen.
In einer zunehmend globalisierten Arbeits- und Berufswelt wird erwartet, dass Schüler Bereit-schaft zur Mobilität zeigen und sich auch in anderen Ländern, mit anderen Kulturen und Gebräuchen zurechtfinden. Dabei kann ein Praktikum - vor allem im Ausland - für sie eine wert-volle Erfahrung sein, die nicht nur eine zusätzliche fachliche Qualifikation bedeutet, sondern auch zu einem Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen beiträgt.
Daher wurde das Projekt "Internship network: a path to intercultural and vocational compe-tences" mit teilnehmenden Schulen aus Deutschland, Rumänien, Slowenien, Türkei und Ungarn initiiert.
INPath ermöglicht es den Schüler im Alter zwischen 16 – 22 Jahren aus den teilnehmenden Schulen in einem (multi-) nationalen Team zu arbeiten und ihr Kulturverständnis zu bereichern. Aufbauend auf ihren Fähigkeiten und unter Nutzung ihrer Kreativität können sie sich auf dem europäischen Arbeitsmarkt zurechtfinden und verstehen sich als Mitglied einer multinationalen Gemeinschaft.
Das Endprodukt besteht aus einem Praktikumsführer, der sowohl in schriftlicher Form als auch als DVD vorliegen wird und den Schülern einen Überblick über Unternehmen, die Praktikumsplätze anbieten, verschafft. Darüber hinaus sollte der Praktikumsführer aber auch Hilfestellung für die Schüler bieten z.B. in Form von nützlichen Adressen, an die sie sich vor bzw. während des Praktikums wenden können, Hinweise für englischsprachige Bewerbungsunterlagen usw.
MOKO
Das EU-Teilprojekt MOKO (Modulare Konzepte zur Förderung benachteiligter Jugendlicher ohne qualifizierten Berufsabschluss) wurde am BK Ostvest in der Zeit vom 1. Juli 2005 bis zum 31.12.2007 durchgeführt. Die Umsetzung erfolgte unter der Leitung von Thomas Koepcke im Bildungsgang “Berufsgrundschuljahr Metalltechnik, Schwerpunkt Kraftfahrzeugtechnik” (heute “Berufsfachschule Metalltechnik, Schwerpunkt Kfz-Technik”).
Für interessierte Leser stellen wir gerne die folgenden Dokumente zur Verfügung:
Zusammenfassung EU-Teilprojekt MOKO
Förderkonzept am BK Ostvest MOKO
Die beiden Projekte MOKO und Mosel waren seinerzeit die ersten Projekte zur individuellen Förderung, aufgrund derer dem BK Ostvest das Gütesiegel verliehen wurde.
ÖKOPROFIT
Vest Recklinghausen – Umwelt- und Klimaschutz mit Gewinn
Im Jahr 2008 wurde das Berufskolleg Ostvest als ÖKOPROFIT-Betrieb im Kreis Recklinghausen zertifiziert. Bei der Teilnahme an der 2. Runde dieses kreisweiten Projektes ging es neben vorbildlichem Umweltmanagement auch um die Senkung von Betriebskosten. Und wie genau spart man in einem Jahr ca. 34.400 EUR? Durch ein umfangreiches Maßnahmenpaket, das vom Schulträger Kreis Recklinghausen, von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern gemeinsam entwickelt und getragen wird.
Die folgenden Maßnahmen bieten einen kleinen Einblick, auf welche Weise diese Ziele am Berufskolleg Ostvest konkret umgesetzt wurden:
Einsatz von Präsenzmeldern für die Beleuchtung der Turnhalle
Umstellung auf Recyclingpapier für die Fotokopierer
Optimierung der Raumbeleuchtung durch Abschalten nicht benötigter Leuchten
Optimierung der Raumnutzung in den Abendstunden (Unterrichtszeiten der Fachschule für Wirtschaft und der Volkshochschule)
Abstellen der Wasserverluste in der Heizungsanlage
Steuerung der Flurbeleuchtung in den Gebäuden durch Präsenzmelder und Dämmerungsschalter

Studienreise nach Israel
Im Zwei-Jahresrhythmus fahren Schüler und Schülerinnen verschiedener Klassen, unterstützt von der Israel-Stiftung des Kreises Recklinghausen, für eine Woche nach Haifa in Israel, um von dort aus Land und vor allem Leute kennenzulernen. Besonders wichtig scheint es heute, wenn die Welt auf die Politik und die Krisenregionen besonders im Nahen Osten blickt, den Blickwinkel der Jugend nicht außeracht zu lassen. So soll ein interessantes Programm in Israel zur gesellschaftspolitischen Bildung der jungen Erwachsenen, aber auch zur Völkerverständigung zwischen israelischen und deutschen Jugendlichen beitragen.
Programmpunkte werden unter anderem ein Besuch im Kibbuz Ramat Yochanan, ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vaschem und eine Fahrt nach Jerusalem mit der Klagemauer sein. Hier vermittelt besonders die multikulturelle Bevölkerung einen eindrucksvollen Querschnitt der Gesellschaft und verdeutlicht deren Probleme. So kann auch das kulturelle Verständnis zwischen den Nationen gefördert werden. Ebenfalls geplant ist eine Fahrt nach Tel Aviv, zum Leo-Baeck-Zentrum in Haifa, eine der bekanntesten und liberalsten Bildungseinrichtungen Israels mit etwa 2.500 Schülern, und zum See Genezareth. Im Vordergrund aber stehen auch immer wieder Gespräche, Gespräche mit Kibbuzim, mit Holocaust-Zeitzeugen, mit einem Rabbiner und natürlich mit israelischen Jugendlichen.
Für weitere Informationen stehen Ihnen Frau Kins und Herr Schlechter gerne zur Verfügung.


